Kreditkarten

by admin in Geldanlage und Finanzielles | Posted on Januar 27th, 2012

Die Kreditkarte ist seit 1920er Jahren ein übliches Zahlungsmittel der US-Amerikaner. Sogenannte Kundenkreditkarten wurden aber bereits 1894 von einigen Unternehmen an guten Kunden ausgeteilt. Internetshopping, Buchung des Urlaubes, Mieten eines Mietwagens – Kreditkarten sind mittlerweile weltweit aus dem Zahlungsverkehr nicht mehr wegzudenken. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, teilen sich gerade einmal vier Unternehmen den Kreditkartenmarkt. Diese geben die Kreditkarte entweder direkt (Diners, AmericanExpress) oder über Banken (Visa, Mastercard) an den Kunden heraus. Letztere Variante hat zu einem fast unüberschaubaren Angebot an Kreditkarten geführt. Enorme Unterschiede zeigen sich insbesondere in den Jahresgebühren, der Rückzahlungsmodalitäten und Zinshöhe.

Die Kreditkartenzahlung
Ähnlich wie die ec-Karte ist auch die Kreditkarte eine Plastikkarte, die sich nur durch die hochgeprägte zwölf- bis sechzehnstellige Kreditkartennummer voneinander unterscheiden. Die ersten vier Nummern stehen für das Kreditkartenunternehmen (Visa, AmEx etc.), die fünfte Nummer zeigt die Kreditkartenart (AmEx gold, AmEx platin). Die sechste Nummer gibt an, ob es sich um eine Partnerkarte, Zweitkarte oder Firmenkarte handelt. Die restlichen Zahlen sind die Kontonummer, wobei die letzte Nummer eine Prüfziffer darstellt.
Mit dem Einsatz der Kreditkarte und der Unterschrift erteilt der Kunde die Vollmacht zur Abbuchung des entsprechenden Betrages vom Kreditkartenkonto. Die Unterschrift entfällt, wenn mit der Geheimnummer der Kreditkarte die Zahlung bestätigt wird.

Gebühren und Zinsen
Mit einer Kreditkarte wird dem Kunden letztlich ein Kreditrahmen gewährt, über den dieser frei verfügen kann. Die Höhe des Kreditrahmens wird in Abhängigkeit der Bonität gewährt. Vor Abschluss eines Kreditvertrages sollten einige grundsätzliche Dinge beachtet werden.
Die Bezahlung mit einer Kreditkarte ist für den Kunden prinzipiell kostenlos. Es sei denn, mit der Kreditkarte werden Bargeldsummen von einem Bankautomaten abgehoben. Hier können unterschiedlich hohe Gebühren anfallen. Der Händler hingegen muss eine Gebühr pro Zahlung an das Kreditunternehmen entrichten. Hausbanken geben häufig zusätzlich zum Girokonto eine kostenlose Kreditkarte an den Kunden heraus. Es ist aber auch üblich, entweder eine Jahresgebühr oder einen monatlichen Mindestumsatz festzulegen.
Die Bonität des Kunden wird lediglich bei der Antragstellung einer Kreditkarte geprüft. Über den daraus ermöglichten Kreditrahmen kann der Kunde jedoch noch lange verfügen. Da sich die Bonität im Laufe der Zeit ändern kann, ist das Risiko der Banken größer als bei einem üblichen Verbraucherkredit. Daher sind die Zinsen auch dementsprechend höher. Die Höhe ist aber von Bank zu Bank verschieden, weshalb sich ein Vergleich immer lohnt.
Aber nicht jeder verfügt über eine entsprechende Bonität. Da jedoch Kreditkarten insbesondere für das Internetshopping unverzichtbar sind, wurden sogenannte Prepaidkreditkarten eingeführt. Diese werden, wie auch bei einer Handykarte, auf Guthabenbasis geführt. Der Kunde muss also immer über ein entsprechendes Guthaben verfügen, um die Karte einsetzen zu können. Daher fallen Kosten für Zinsen weg, nicht aber die Jahresgebühr.

Rückzahlungsmodalität
Bei der klassischen Kreditkarte werden zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Rückzahlung geboten, das hängt vom jeweiligen Kreditinstitut ab. Einerseits können dem Kunden alle in einem Monat getätigten Umsätze einmal monatlich in Rechnung gestellt werden. Auf der anderen Seite räumen manche Kreditkartenausgeber dem Kunden jedoch die Möglichkeit ein, den fälligen Betrag in monatlichen Raten zurückzuzahlen. Die aufgelaufenen Zinsen werden jedoch jeden Monat berechnet. Die Tilgung beträgt bei vielen Unternehmen mindestens 1 %. Außerdem kann bei einer geringen Belastung der Kreditkarte auch ein monatlicher Mindestrückzahlungsbetrag festgelegt werden.

Sicherheit und Haftung
Der reibungslose Zahlungsverkehr mit Kredit- aber auch ec-Karte kann nur dann gewährleistet werden, wenn alle Beteiligten sorgsam damit umgehen. Das erfordert auf Seiten der Händler zumindest eine Unterschriftenkontrolle und die eventuelle Vorlage des Personalausweises, wenn Zweifel bestehen.
Für den grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verlust einer Kreditkarte muss der Kunde in vollem Umfang allein haften. In anderen Fällen haftet er nur bis zu einem Betrag von 50,00 EUR. Sobald die Karte als gestohlen oder verloren gemeldet wird, haftet allein das Kreditkartenunternehmen für entstehende Schäden.

 

 

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